Alles muss erst reifen...
(C) B.G.
Den Physiker Wilhelm Conrad Röntgen, geboren am 27.03. 1845 müßte man theoretisch eine Kategorie nach oben verschieben. Nun steht er aber bei den Medizinern und das nicht ohne Grund,denn seine Entdeckung der Röntgenstrahlen, im Jahre 1895,revolutionierte die medizinische Diagnostik.Dies war nur so schnell möglich, weil Röntgen keine Patente wollte. Demzufolge konnte ab 1905 seine Entdeckung rasant schnell umgesetzt und benutzt werden.
"Patente? Ich will und brauche keine Patente! Dazu habe ich die X-Strahlen nicht gefunden. Sie gehören allen, die sie brauchen!"
Röntgen thematisierte zunächst seine Entdeckung in drei Abhandlungen 1895,1896 und 1897. Zunächst glaubte niemand an deren grossen und durchschlagenden Erfolg. Noch nicht einmal Sauerbruch sah die Großartigkeit jener Strahlen.
Als Professor war er wohl eher weniger geeignet, denn seine Vorlesungen galten als zäh und langweilig. Die Studenten unterhielten sich oft laut und störten so seinen Unterricht. Röntgen galt als eher introvertiert. Vielleicht lag es ja daran, aber man weiss ja, dass das Unterrichten nicht jedem liegt. Dies ist nämlich eine Gabe. Sie beruht darauf andere Menschen zunächst im Denken abzuholen und dann auf einen Schlitten zu setzen, der über eine Eisfläche fährt, damit der Lernende zum Schluss starr und ungeduldig darauf wartet, wann die nächste Stunde beginnt. Unterricht, Vorlesungen müssen also mitreissen, müssen faszinieren und Neugier stillen und neue schüren. Wie eine immer wieder von vorne beginnende Schlittenfahrt über Eis, das nur hält, weil der Schlitten weiter fährt...
Röntgen erhielt 1901 als erster den Nobelpreis für Physik.
Er starb am 10.02.1923 in München
Literatur: